Im Heiligen Land gibt es einen Ort mit Namen Nazareth, wo vor etwa 2000 Jahren Maria und Josef lebten. Eines Tages erschien ein Reiter des Kaisers Augustus, um dessen Befehl zu verkünden: Alle Menschen, die in seinem riesigen Reich wohnten, sollten gezählt werden. Dazu musste jeder in die Stadt gehen, aus der seine Familie stammte. Die Vorfahren von Maria und Josef kamen aus Bethlehem, und so machten sich die beiden auf den Weg dorthin. Sie hatten eine lange Wanderung vor sich. Maria und Josef besaßen keinen Wagen und kein Pferd, nur einen kleinen Esel, auf dem Maria ritt. Für sie war der Weg besonders beschwerlich, denn sie erwartete bald ein Kind.Viele Tage waren sie unterwegs. Endlich erreichten sie müde und erschöpft Bethlehem. Die Stadt war voller Menschen, die sich ebenfalls zählen lassen mussten. Dichtes Gedränge herrschte überall, und in allen Herbergen, in denen Josef nach einem Zimmer fragte, bekam er die gleiche Antwort: “Wir haben keinen Platz mehr, es ist alles voll!” – Wo sollten sie bleiben?
Nikolausgeschichte
Am fünften Dezember will die Maus schlafen gehen. Sie putzt sich die Zähne und wäscht sich das Gesicht. Gerade als Sie ihren Schlafanzug anziehen will, fällt ihr etwas ein. “Du liebe Güte!” ruft sie. “Morgen ist ja Nikolaus! Da muss ich ja heute Abend meine Stiefel vor die Tür stellen. Das hätte ich doch beinahe vergessen!”
Die Maus trippelt schnell zu ihren Schuhen, holt das Schuhputzzeug und poliert ihre Stiefel, bis sie glänzen. Dann stellt sie die Stiefelchen vor ihre Maushaustür. “So”, sagt sie zufrieden, gähnt ausgiebig und steigt in ihr Bett. Kurze Zeit später ist sie eingeschlafen. Mitten in der Nacht poltert und rumst es. Dann hört sie eine tiefe Stimme: “So ein Mist!” Die Maus wacht auf von dem Lärm und wundert sich. “Nanu, was war denn das?” Sie knipst die Nachttischlampe an und hüpft aus dem Bett. Mit den Füßen angelt sie nach ihren Filzpantoffeln und schlappt zur Haustür. Da sieht sie den Nikolaus vor ihrem Haus sitzen.
Er reibt sich die Knie und Ellenbogen und brummelt in seinen Bart. “He, hallo, du da, Nikolaus!”, ruft die kleine Maus. “Hast du dir wehgetan?” Der Nikolaus schaut sich erstaunt um. Da steht die Maus in ihrem Schlafanzug vor ihm. “Wo kommst du denn her?”, fragt er die Maus. “Ich wohne hier, bist du etwa über meine Stiefel gestolpert? Das tut mir aber Leid!”
Die Geschichte des Heiligen Martin – warum wir St. Martin feiern
Heute am 11. November ist St. Martin. Am Martinstag erinnern wir an den Heiligen Martin von Tours. Er wurde Anfang des vierten Jahrhunderts in Ungarn geboren. Mit 15 Jahren besuchte er die Militärschule, und als er 19 war, wurde er zu den Lanzenreitern eingezogen. Er war zunächst Offizier des römischen Kaisers. Er lies sich mit 18 taufen, mit 40 Jahren quittierte er den Dienst im Heer und wurde Missionar. Seit 371 wirkte er als Bischof von Tours. Der Martinstag ist in Mitteleuropa von zahlreichen Bräuchen geprägt. Einer davon ist der Martinsumzug. Hierfür basteln die Kinder in Kindergarten und Schule bunte Laternen.
Selbstgebastelte Laterne für St. Martin / ©_by_Dieter-Schütz_pixelio
Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass wir an diesem Tag abends in die Kirche gingen, wo die Geschichte des St. Martin nachgespielt wurde:


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