Unterschiedliche Erziehungsansichten

PC810906Sind sich Mama und Papa eigentlich bei der Erziehung der Kinder IMMER einig? Gummibärchen ja oder nein ? Zusammen im Ehebett schlafen? Kindersendung im Fernseher schauen? Bei uns fallen die Antworten nicht immer identisch aus und wir ertappen uns oft dabei, dass wir nicht die gleiche Ansicht haben. Verwirrt schaut uns unsere Kleine dann immer an: „Darf i scho?“

Wir haben selber festgestellt, dass wir Regeln brauchen an die wir uns halten müssen. Nicht nur unser Schatz, sondern auch mein Partner und ich. Oft sind es Kleinigkeiten, die eine Diskussion auslösen.

  • Wer bringt sie wann ins Bett und wie viele Geschichten gibt es?
  • Wie viel Schokolade darf sie essen und wann ist Schluss?
  • Wie selbstständig soll sie sein?
  • Welche Werte sind uns wichtig ihr zu vermitteln?
  • Wir haben in der Erziehung immer noch nicht bei allem die gleiche Meinung, aber seit wir uns an ein paar Regeln halten funktioniert es schon viel besser und ohne große Diskussionen.

Vorwürfe vermeiden

„Du machst das nicht…“, „Immer muss ich…“, Kannst du nicht auch mal…“, – solche Sätze geben dem Partner das Gefühl alles immer falsch zu machen. Wir würden uns selber auch angegriffen fühlen, wenn unser Partner so mit uns spricht, also sollten wir die Sätze eher als eine Art Wunsch formulieren… „Ich würde mich freuen, wenn du die Kinder heute ins Bett bringst“, klingt doch viel harmonischer als „Nie bringst du die Kinder ins Bett!“

Zeit nehmen

Nehmt Euch Zeit füreinander. Am besten vereinbart Ihr in der Woche einen festen Termin und sprecht aus was schlecht läuft, was Euch stört, aber auch was schön und gut war. Wenn man rechtzeitig über alles spricht, staut sich keine Wut in einem an  und man läuft nicht Gefahr, dass die Emotionen überkochen.

Lösungen suchen

Es gibt kein „richtig“ und kein „falsch“ in der Kindererziehung, es gibt nur ein anders. Wir sind anders erzogen worden und unser Partner auch und meistens geben wir es so weiter wie wir es gelernt haben. Da es wahrscheinlich nicht immer identisch ist, sollte man einen Mittelweg finden. Welche Methode ist für unsere Vorstellungen die passende. Eine Woche kann doch mal Papa die Kinder nach seinen Vorstellungen ins Bett bringen, und in der anderen zeigt Mama ihr Ritual. Danach könnt ihr entscheiden, was sich am Bestem bewährt hat und wie man in Zukunft weitermacht.

Auf Kompromisse eingehen

Man darf nicht immer nur auf seiner Meinung baharren, der Partner hat mit Sicherheit auch gute Ideen. Gerade bei der Kindererziehung ist es wichtig auf Kompromisse einzugehen und auch dem Partner zuliebe vielleicht etwas zu machen, womit man selber gerade nicht einverstanden ist.

Kinder nicht zu Verbündeten machen

Auf keinen Fall die Kinder gegen den Partner ausspielen. Papa sagt: „Nein es gibt kein Bonbon“ und Mama sagt: „Ja okay, aber nicht dem Papa sagen“. Für das Kind ist das vielleicht im ersten Moment schön und toll, ist aber im innersten sehr bedrückend. Wenn man mit dem Partner nicht einer Meinung ist, muss man auch dazu stehen und den Konflikt austragen und das nicht auf dem Rücken des Kindes.

Mama und Papa von Mann und Frau unterscheiden

Man sollte unterscheiden ob die Streitigkeiten wirklich auf die Erziehung oder auf grundsätzliche Probleme in der Beziehung zurückgehen. Frauen wünschen sich mehr Anerkennung, Männer sind oft überfordert. Nehmt euch Zeit die Beziehung genauer unter die Lupe zu nehmen, vielleicht auch mit professioneller Hilfe.

Humor bewahren

Nicht immer gleich überreagieren wenn der Partner anders entschieden hat als man selber, einfach drüber schmunzeln, wie gut die Kindern eigentlich ihre Eltern im Griff haben.

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