So wird der Garten kindersicher

Drei Kinder sitzen auf Baum

Damit eure Kinder bei den warmen Temperaturen im Sommer ohne Gefahren draußen im Garten spielen können, haben wir für euch eine Checkliste, wie ihr den Garten kindersicher macht. Euer Schatz ist im vergleich zum letztem Jahr bestimmt gewachsen und es gibt andere Unfallquellen als im Vorjahr.

Spitze oder scharfe Gartengeräte wegräumen:

Vertikutieren, düngen und mähen, wer kennt das nicht. Hierfür ist es teilweise notwendig, mit spitzen und gefährlichen Geräten zu arbeiten. Um die Verletzungsgefahr zu verringern, achtet unbedingt darauf, dass diese Geräte für Kinder unzugänglich sind. Wichtig ist außerdem auch, dass giftige Stoffe so verstaut werden, dass die Kleinen nicht mit ihnen in Kontakt kommen. Am Besten in einem abgesperrten Schrank.

Wasserfreuden – Teich, Schwimmbad, Regentonne:

Fast alle Kinder lieben das Wasser. Plantschen, spritzen, spielen und abkühlen gehören im Sommer dazu. Leider aber ist Wasser nicht immer ungefährlich. Ob im Pool, Teich oder Regentonne, die Gefahr zu Ertrinken ist hier oft groß. Kinder sollten deshalb nie unbeaufsichtigt in der Nähe von Wasser spielen. Außerdem sollten Wasserquellen gesichert sein. Für den Gartenteich gibt es stabile, dicht unter der Wasseroberfläche verlaufende Gitter, die ein Hineinstürzen verhindern. Die Regentonne kann man mit einem Deckel verschließen und der Pool sollte eingezäunt werden.

Der Sandkasten:

Sandkuchen backen, Löcher graben und Burgen bauen ist für Kinder jeder Altersklasse das Highlight im Garten. Sie können ihrer Fantasie freien Lauf lassen und sind auch alleine gut beschäftigt. Weil Kinder gerne ihre Finger in den Mund stecken, sollte der Sandkasten sauber sein. Mit einer Abdeckung schützt man diesen vor Kot und Urin von Tieren. Im Frühjahr ist es empfehlenswert den Sand einmal zu erneuern.

Spielgeräte:

Spielgeräte können zur Gefahrenquelle werden wenn sie verwittert sind. Nach dem Winter sollte man unbedingt überprüfen, ob das Holz durch den Frost morsch geworden ist. Auch bei neuem Holz kann es immer mal passieren, dass Kinder herunterfallen, deshalb sollten die Spielgeräte nicht auf geteertem Boden stehen. Besser geeignet sind Rasen, Sand oder Rindenmulch.

Vorsicht vor Giftpflanzen:

Hobbygärtner erfreuen sich besonders an dekorativen Blumen und farbenfrohen Beeren. Leider ziehen diese auch Kinder magisch an. Einige Pflanzen sind sehr giftig und gehören daher auch nicht in einen Garten, in dem Kinder spielen. Besonders giftig sind z.B. Alpenveilchen, Bilsenkraut, blauer Eisenhut, Christrose, Eibe, Engelstrompete, Fingerhut, Gartenbohne, Goldregen, Herbstzeitlose, Hyazinthen, Nieswurz, Oleander, Pfaffenhütchen, Schierling, Seidelbast, Stechapfel und Tollkirsche. Auch einige Obst- oder Gemüsesorten wie Tomaten, Kartoffeln, Auberginen, Holunder oder Wacholder sind im unreifen oder ungekochten Zustand unbekömmlich. Bei jungen Kindern muss die Regel heißen: in Reichweite des Kindes sollten keine Giftpflanzen wachsen und seien sie auch noch so schön.  Falls es doch passiert ist und euer Kind von den verbotenen Früchten genascht hat, die Kleinen nicht zum Erbrechen bringen. Gebt ihnen Wasser und ruft den Kinderarzt oder den Giftnotruf an, bei stärkeren Vergiftungsanzeichen sofort den Notarzt.

Wir wünschen Euch eine schöne sonnige Gartenzeit!

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