Kann Dein Kind richtig schwimmen?

Schwimmgürtel helfen angehenden kleinen Schwimmern beim lernen und geben Sicherheit.

Es ist endlich wieder soweit die ersten Freibäder öffnen ihre Türen. Das Wetter spielt zwar noch nicht so ganz mit aber bald können wir sicherlich wieder schwimmen, rutschen und toben.

Aber, können eure Kinder eigentlich schwimmen?

Ich kann mich erinnern, dass ich so mit ungefähr 5 Jahren schwimmen gelernt habe, indem ich bei einem Urlaubs-Schwimmbadbesuch unter Wasser über Eck getaucht bin mit zwei oder drei Schwimmzügen. Und kenne das auch eigentlich gar nicht anders, als dass man als Eltern mit seinen Kids ins Schwimm- und Freibad regelmäßig pilgert und so in der Kindheit mehr oder weniger spielerisch schon das Schwimmen beigebracht bekommt. Allerdings sehen die Zahlen in den letzten Jahren wohl eher besorgniserregend aus:

Viele Kinder können am Ende der vierten Klasse noch nicht schwimmen. Ursachen können da verschiedene sein: vielleicht ist der Schwimmunterricht verhältnismäßig oft ausgefallen oder aber (und das ist leider traurige Wahrheit) die Schule verfügt über keinen Zugang zu einem Schwimmbecken. Im Zeitalter der knappen Städte-Haushalte werden vielerorts etliche Schwimmbäder oder aber auch Freibäder schlicht dicht gemacht. Die Stadt hat keine Gelder mehr zur Verfügung, um den Betrieb aufrecht zu erhalten und kürzt die Anzahl der Schwimmbäder in einer Stadt auf ein für den Städtehaushalt verträgliches Maß herunter. Familien werden da nicht gefragt – leider.
Und so ist es wieder mehr in der Verantwortung der Eltern, da die Initiative zu ergreifen: geht mit Euren Kids schwimmen, im Urlaub oder am Wochenende als Ausflug. Ein sicherer Stand und vielleicht ein umgebundener Auftriebgürtel im Nichtschwimmerbecken ist besser für den kleinen Nichtschwimmer als Schwimmflügel im Erwachsenen-Becken! Sicher stehen zu können ist für die Kleinen im Zweifelsfall die bessere Alternative. Wohlgemerkt, das bezieht sich auf das Alter von ca. 5-7 Jahren, in denen man normalerweise die ersten Schwimmzüge lernt. Bei Kleinkindern sind natürlich Schwimmflügel nach wie vor sinnvoll, aber zum Schwimmen lernen eher hinderlich denn hilfreich.

Wenn Dein Kind Interesse zeigt und sich zu einer kleinen Wasserratte mit 6, 7 Jahren entwickelt hat, spricht ja auch nichts dagegen, es in einem Schwimmverein anzumelden. So lernt es zusätzlich noch von anderen Kindern in der Gruppe und hat eventuell auch neue Schwimmfreunde nach ein paar Wochen oder Monaten. Man hat also neben dem Erlernen der richtigen Schwimmtechnik auch eine nicht unerhebliche Sozialkomponente mit dabei.
Regelmäßiges Üben ist dann noch das i-Tüpfelchen, egal ob im Familienkreis oder im Schwimmverein: nur ein 4-Wochen-Kurs nützt da relativ wenig, bleibe am Ball und übe regelmäßig mit Deinem Kind, nur dann stellt sich eine gewisse Sicherheit im Wasser ein.