Reise mit Kindern

Reisen1Urlaub ist für uns alle die schönste Zeit im Jahr. Vor allem, wenn wir das Glück haben und ein bisschen Auszeit nehmen können, um weg zu fahren. Leider ist eine Reise oftmals mit viel Fahrt und Stau verbunden. Gerade Kindern wird bei langen Autofahrten schnell schlecht und das Quengeln auf dem Rücksitz ist vorprogrammiert.


Wie entsteht eigentlich Übelkeit?

Das lästige Übel entsteht durch unterschiedliche Informationen, die zwei verschiedene Sinnessysteme erhalten. Während die Augen auf das Fahrzeuginnere, auf Bücher oder Spielsachen gerichtet sind und dem Gehirn „Stillstand“ signalisieren, meldet das Gleichgewichtsorgan im Ohr und Messfühler in den Muskeln Erschütterungen und Bewegung.

Die unterschiedlichen Informationen registriert das Gehirn als Unstimmigkeit, auf die es mit der Reisekrankheit reagiert. Typische Anzeichen sind dann Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Durchfall, Schweißausbrüche und Erschöpfung.


Die Übelkeit überlisten:

Besser als die Übelkeit zu bekämpfen ist es versuchen sie zu verhindern. Wir haben einige Tipps gesammelt die wirklich gut funktionieren. Trotzdem schließen sie nicht aus, dass es den Mitfahrern schlecht werden kann, denn auch durch Temperatur, Straßenführung, Dauer der Fahrt und der Empfindlichkeit kann es zu Unwohlsein kommen.

• Am besten nachts fahren

Man kann den Organismus am besten überlisten, wenn man nachts fährt. Oft schlafen die Kinder im Auto ein, was bedeutet, dass das Gleichgewichtssystem gedämpft ist und die Reisekrankheit normalerweise nicht auftritt.

• Kinder sollten „aktiv“ reisen

Überlegt Euch tolle Spiele mit denen Ihr die Kleinen ablenken könnt. „Wer sieht als erstes ein Auto in einer bestimmten Farbe“, Kennzeichen raten oder „Ich sehe was, was Du nicht siehst“, animieren Eure Kinder zum mitmachen und verhindern so eventuell die Übelkeit.

• Häufige Pausen

Macht  mindestens alle zwei Stunden für einige Minuten eine Pause. Mit festem Boden unter den Füßen und ein bisschen frischer Luft kann sich das Gleichgewichtsorgan beruhigen und die Übelkeit vergeht. Selbst Babys sollten bei einer längeren Autofahrt pausieren, damit sie nicht zu lange Zeit in der gleichen Stellung in ihrer Babyschale liegen. Deshalb: Nehmen Sie das Baby bei jeder Pause aus der Babyschale heraus und legen Sie es auf eine Decke, damit es strampeln und sich ausstrecken kann.

• Ausreichend trinken

Auch sollten sie ausreichend Flüssigkeit zuführen, wie Wasser, Saftschorle oder Kräutertee, dadurch bleibt das Blut dünnflüssig.

• Leichte Mahlzeiten

Kleine, leichte Mahlzeiten entlasten den Magen und beugen so Übelkeit vor. Besser öfter eine Kleinigkeit essen, als zu viele fettreiche und deftige Speisen.

• Im Flugzeug und auf dem Schiff

Solltet ihr in den Urlaub fliegen oder eine Schiffsreise planen kann es sein, dass die Übelkeit noch schlimmer ist. Seekranken hilft oft ein Platz in der Mitte des Schiffes. Hier bewegt es sich am wenigsten. Im Flugzeug solltet ihr nach Möglichkeit einen Sitzplatz im Bereich der Tragflächen wählen.


Muss die lange Autofahrt wirklich sein?

Überlegt euch bei der Planung ob es wirklich sein muss so weit zu Reisen. Es gibt auch in der Nähe schöne Orte an denen man eine tolle Zeit verbringen kann und die Kinder nicht den Strapazen einer langen Autofahrt ausgesetzt sind. Vielleicht habt Ihr ja auch die Möglichkeit mit der Bahn zu fahren. Hier haben alle die Möglichkeit entspannt am Urlaubsort anzukommen.


Medikamente gegen Reiseübelkeit

Wenn die oben genannten Tipps keinen Erfolg bringen, können auch bestimmte Medikamente eingesetzt werden. Für Babys und kleine Kinder gibt es speziell dosierte Zäpfchen, größere Kinder können auf Medikamente in Tabletten- oder Kaugummiform zurückgreifen. Am besten fragt ihr aber hier bei Eurem Kinderarzt nach.



Wir wünschen Euch einen schönen und erholsamen Urlaub!

 

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