Badeausflug – Was muss mit ?

BadenAls ich noch kein Kind hatte, konnte ich ganz spontan zum Baden fahren und musste außer meiner Handtasche, einem Bikini und einem Handtuch eigentlich nichts mitnehmen. Wenn ich hungrig wurde, hab ich mir was gekauft und wenn ich Durst hatte genauso.  Sonnencreme hab ich sowieso nicht gebraucht. Jung und dumm war ich natürlich der Meinung das ist uncool. Inzwischen würde ich mich nicht mal 5 Minuten ohne Sonnenschutz den UV-Strahlen aussetzen.

Mittlerweile bin ich keine 20 mehr und Mutter einer süßen Tochter. Letztes Jahr bei meinem ersten Freibadbesuch mit Kind habe ich dann auch schnell festgestellt, dass es nicht mehr reicht nur Bikini und Handtuch mitzunehmen. Ja gut, Schwimmwindeln und Sonnenmilch hatte ich auch dabei, aber das musste meiner Meinung nach auch reichen.

Mit zwei Handtüchern, eins für mich und eins für die Kleine, setzten wir uns also unter einen Baum, das einzige Schattenplätzchen dass ich gefunden habe. Memo an mich selber -> Sonnenschirm mitnehmen. Während ich da so saß mit meiner Tochter, lief eine vollbepackte Mama an uns vorbei. Unter dem einen Arm waren eine Luftmatratze und ein Sonnenschirm, im anderen Arm ihre Badetasche Marke Überdimensional und hinter sich her zog sie einen Bollerwagen, der ebenfalls beladen war als würde sie jetzt auf der Stelle mit ihren zwei Kindern auswandern und nie mehr heim kommen. Vielleicht ist das ja auch eine mutige Kindergärtnerin, die mit ihrer Gruppe einen Ausflug ins Freibad macht, dachte ich mir noch.  Aber nein, außer ihren zwei kleinen Rackern kamen keine anderen Kinder mehr.

Die perfekt ausgestatte Mama breitete also ihre XXL Decke aus und die Kinder hatten genug Platz es sich darauf bequem zu machen, während sie den Schirmständer mit Hilfe eines Gummihammers (der sich natürlich im Bollerwagen befand) in den Boden klopfte.  Nachdem die Kinder dick mit Sonnencreme eingeschmiert waren, bekamen sie ein Essensbüfett auf ihrer Decke serviert das gut mit einem 5* Hotelbüfett konkurieren konnte.

„Ich hab Hunger Mama“, rief meine Kleine und zupfte an mir.  Also schnappte ich mir meinen Geldbeutel und nahm sie mit zum Kiosk. Na klar, es gab nur fettige Pommes und nichts Vernünftiges. Nächste Memo an mich selber -> Brotzeit und Obst einpacken.

Zurück am Platz und mit vollem Bauch, wollte meine Tochter dann am Wasser spielen, aber das einzige was ich dabei hatte war ein kleiner Ball, der zufällig noch bei mir im  Auto lag.  Der wurde dann auch schnell langweilig, als die Bollerwagenfamilie zu uns ins Planschbecken kam und mit dabei die komplette Badespassabteilung eines Spielwarenladens.

„Ich mag auch meine Eimer Mama, und wo is Gießkanne?“, schimpfte meine Tochter. Ja okay den ersten Freibadauftritt mit Kind hab ich mal dezent verbockt. Also schnappte ich mir meine Tochter und wir fuhren heim.

Abends als sie im Bett war hab ich mir für den nächsten Tag (und alle anderen) eine super Checkliste geschrieben und total motiviert schon die Tasche vorgepackt. Wenn in Zukunft also die Bollerwagenfamilie kommt, können wir gut mit ihnen mithalten 😉

Damit Euch so was nicht passiert, bekommt ihr die Checkliste von uns und seid bestens ausgerüstet für den nächsten Auftritt im Schwimmbad.

Eure Steffi

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