1 – Adventskalender Brauchtum

KalenderGerade die Vorweihnachtszeit ist besonders aufregend für Kinder. Das Haus duftet nach Tannen, Plätzchen, Kerzen leuchten und es werden Lieder gesungen und Geschichten vorgelesen. Die Kinder werden ungeduldig: „Wie lange muss ich noch schlafen bis das Christkind kommt?“. Der Adventskalender soll die Spannung und Wartezeit auf Weihnachten verkürzen.

Das Geheimnis der Weihnachtszeit und die Freude auf die frohe Botschaft gehen oft im Trubel und in der Hektik unter, deshalb sollen uns die 24 Türen des Adventskalenders auch eigentlich auf die Weihnachtsgeschichte vorbereiten. Das war zumindest die ursprüngliche Idee eines. Vor über 150 Jahren entstand ein Kalender aus 24 verschiedenen Bildern, die jeweils ein weihnachtliches oder religiöses Motiv darstellten. Jeden Tag wurde ab dem 1. Dezember ein Bildchen an die Wand geheftet. Bereits vor diesem ersten Bildkalender gab und gibt es in der evangelischen und der katholischen Kirche verschiedene Bräuche, um die Ankunft – lateinisch „adventus“ – des Heilands nicht nur spürbar, sondern auch sichtbar zu machen.

HausVom einfachen Papierkalender zum teuren Geschenkekalender

Der Erfinder des gedruckten Adventskalenders war Gerhard Lang, Sohn eines Pfarrers. Er brachte 1908 den ersten Kalender in Umlauf. Eigentlich haben wir den „Adventskalender“ jedoch seiner Mutter zu verdanken. Sie hatte um 1885 den Einfall, 24 Gebäckstücke auf einen Karton zu nähen. Jeden Tag durfte Klein-Gerhard ein Gebäckstück essen.
Als sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Drucktechnik soweit entwickelt hatte, dass Adventskalender in Massen gedruckt und verkauft werden konnten, brachte Gerhard Lang seinen ersten Kalender „Im Lande des Christkinds“ heraus. Bei dieser Art von Kalender müssen die Kinder jeden Tag ein Bildchen ausschneiden und auf die Verse der 24-teiligen Geschichte kleben. Diesen Adventskalender kann man auch heute noch kaufen. Er hat jedoch längst, wie auch der mit Schokolade gefüllte Adventskalender, große Konkurrenz von den mit Figuren und anderen Dingen bestückten Kalendern bekommen.

Heute wird man überflutet mit Angeboten von gefüllten Kalendern. Es gibt nichts was es nicht gibt. Und egal mit welcher Form des Adventkalenders, ob selber gebastelt oder nur mit Schokolade, wir wollten Euch mit diesem Artikel den eigentlichen Sinn des Adventskalenders wieder ins Gedächtnis rufen und wünschen Euch eine kurze Wartezeit und viel Spaß beim Türchen öffnen.