Woher kommt eigentlich der Hl. Nikolaus?

Weihnachtsmann gibt zwei Kindern Geschenke

Nicht vom Nordpol wie alle dachten! Ich hab mir heute mal überlegt die Geschichte vom Hl. Nikolaus zu erzählen, woher er ursprünlich stammt.

Vor langer, langer Zeit lebte in der reichen Stadt Patara (heute Türkei) ein Junge namens Nikolaus. Nikolaus war sehr traurig da seine beiden Eltern an einer schlimmen Krankheit gestorben waren. Seine Eltern waren sehr reiche Leute und so erbte Nikolaus große Reichtümer: Gold, Silber, Schlösser, viele Ländereien uvm. Auch unzählige Tiere hatte Nikolaus geerbt. Trotzdem war Nikolaus sehr traurig und konnte sich über all das Gold und Silber gar nicht freuen. Seine Diener wollten ihn aufmuntern und meinten er solle doch auf seinem schönsten Pferd seine reichen Ländereien erkunden oder ein herrliches Festmahl für die reichen Kinder der Stadt geben. Doch Nikolaus wollte von alledem nichts wissen und wurde immer trauriger und schwermütiger. Seine Tiere spürten wie schlecht es Nikolaus ging und drängten sich alle um ihn um ihm Trost zu spenden. Müde geworden vom vielen weinen wollte er sich schlafen legen und stieß dabei an einen Tonkrug in dem etliche Schriftrollen stecken. Der Krug zerbrach und die Rollen fielen auf den Boden. Nikolaus nahm eine Schriftrolle und begann zu lesen. „Da war ein reicher Mann, der lebte herrlich und in Freuden. Da war aber auch ein Armer, der lag hungernd vor seiner Tür und wollte nur Brotkrumen die den Reichen vom Tisch fielen. Doch diese gönnten die Reichen den Armen nicht. Als der Arme starb wurde er von den Engeln in den Himmel getragen. Auch der Reiche starb. Doch es kamen keine Engel, ihn zu holen“.

Nikolaus dachte bei sich, ich bin dem reichen Mann in der Geschichte sehr ähnlich. Ich trage schöne Kleidung und lebe in Saus und Braus. Die Bettler draußen vor dem Stadttor sehe ich mit meinen Augen nicht. Morgen werde ich mein Leben ändern. Er beschloss am nächsten Morgen früh aufzustehen und sich aus dem Palast zu schleichen um zu sehen wie die Armen leben müssen.Vor dem Stadttor fand er die Ärmsten der Stadt, krank, zerlumpt und am verhungern. Als sie Nikolaus sahen reckten sie ihm die Hände entgegen, er wollte in seine Taschen greifen und den armen Menschen etwas geben, doch er hatte an seinen bestickten Kleidern keine Taschen.  Da nahm er schnell seinen Schmuck und seine Kleider und schenkte alles den Armen.

Jetzt war Nikolaus das erste mal seit langem wieder glücklich. Am nächsten Tag ließ er auf seinen roten Mantel große Taschen draufnähen und füllte diese mit Nüssen, Äpfeln und Mandarinen. In dieser Nacht schlich er sich abermals aus dem Palast und ging wieder zu den Armen und verteilte alles. So tat es Nikolaus von nun an jeden Tag und all seine Traurigkeit verschwand.

Als er eines Tages zur Kirche ging wurden im Gottesdienst die Worte vorgelesen, die Jesus Christus zu einem reichen Jungen sagte: „Willst du mir angehören, so verschenke alles was dir gehört an die Armen“. Über diese Worte hatte Nikolaus immer und immer wieder nachgedacht. Da verschenkte er all sein Geld, Gold und Silber an die Armen, denn er wollte ins Heilige Land reisen. Auf seiner Reise litt Nikolaus oft großen Hunger, aber trotz all der großen Not blieb er stets fröhlich. Vorallem wenn er Kindern helfen konnte war er sehr glücklich. Eines Tages kehrte Nikolaus in seine Heimat zurück und wurde dort Bischof.

Ein jedes Jahr an seinem Geburtstag zog Nikolaus los und verteilte an die armen Kinder, Nüsse, Mandarinen, Äpfel und Honigkuchen. Er freute sich sehr wenn die Kinder vor Glück strahlten. Dies tat bis ins hohe Alter und als es Zeit war das Gott ihn heimholen wollte fiel ihm nur eines schwer: sich von seinen Kindern zu trennen.

Bischof Nikolaus starb am 6. Dezember  zwischen 326 und 365 (das Jahr ist nicht genau bekannt). Zum Andendken an Nikolaus werden am 6. Dezember die Kinder mit Säckchen, gefüllt mit Äpfeln, Nüssen, Mandarinen und Schokolade, beschenkt.

Einen schönen Nikolaustag wünsche ich Euch heute schon!

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