Hatschiii – Erkältungszeit im Anmarsch

PC620704Draußen ist es kalt und feucht – richtiges Schmuddelwetter. Das gefällt wirklich niemand, nur den Erkältungsviren die finden das Wetter richtig toll und machen es sich auf unseren Schleimhäuten in Nase, Hals und Mund gemütlich. Vorallem Babys und Kleinkinder sind noch sehr anfällig, 10 – 12 mal pro Saison, das Abwehrsystem ihres Immunsystem muss sich erst noch entwickeln. Kinder brauchen diese Erkältungen aber auch, damit sozusagen ihr Immunsystem trainiert wird und die körpereigene Abwehr beim nächsten Angriff von sogenannten „Rhinoviren“ gerüstet ist.

Meist beginnt eine Erkältung damit sich Viren in den Nasenschleimhäuten niederlassen und diese dadurch etwas anschwillt, das hat zur Folge das die Kinder schlechter Luft durch die Nase bekommen und zur austrocknenden Hals- und Mundatmung übergehen. Je trockener die Schleimhäute sind umso besser nisten sich die Rhinoviren ein und wandern langsam nach unten zu den mittleren und oberen Atemwegen und vermehren sich ganz schnell. Da beginnt das richtige Krankheitsgefühl mit Unwohlsein, Kratzen im Hals, Schluckbeschwerden und vielleicht sogar Fieber. Kein Appetit ist auch oft ein Symptom wenn Kinder sich nicht wohl fühlen.

Ist die Nasenatmung behindert helfen Sprays mit Kochsalzlösung oder  Meerwassersprays bei Säuglingen ist es auch ratsam etwas Muttermilch in die Nase zu tropfen, das hilft auch. Ist der Schnupfen dann richtig im Gange und die Nase zu sollte man auch mit dem Kinderarzt absprechen ob abschwellende Nasentropfen sinnvoll sind, diese gibts auch für Säuglinge und Kleinkinder.

Vorsicht ist geboten mit ätherischen Ölen wie Eukalyptus und Kampher, auch mit Salben die diese Öle enthalten.  Für Kleinkinder unter zwei Jahren können ätherische Öle zu Krämpfen führen mit Folge Atemstillstand. Bitte immer beim Kinderarzt nachfragen.

Was lindert die Erkältungssymptome?

  • viel trinken, das ist das A und O am besten  Mineralwasser und ungesüßte warme  Tees (Lindenblütentee, Fenchel, Kamille, Thymian…) evtl. auch stark verdünnte Säfte
  • Wohnräume nicht überheizen max 20°C, regelmäßig lüften und für genügend Luftfeuchtigkeit sorgen 40 – 60% sind ideal, evtl. eien Luftbefeuchter aufstellen oder ein Zimmerbrunnen ist auch sehr schön. Die Temperatur im Kinderzimmer sollte zum Schlafen zwischen 16° und 18° C haben.
  • Tabakrauch vermeiden – reizt zusätzlich die angegriffenen Schleimhäute
  • leichte nicht zu belastende Kost, denn der Körper ist mit der Abwehr beschäftigt, da wäre schwer verdauliches Essen behindernd

Vorbeugende Maßnahmen:

  • gesunde abwechslungsreiche Ernährung, viel Obst und Gemüse sowie vollwertige Getreideprodukte
  • Viel Bewegung an der frischen Luft, auch bei schlechtem Wetter, am besten im Zwiebellook anziehen so kann man sich notfalls noch ein paar Kleidungsstücken ausziehen. Falls man doch nass geworden ist oder kalt, hilft es ein warmes Bad zu nehmen oder wärmende Tees wie Lindenblüten- oder Holunderblütentee zu trinken. Ingwer wärmt auch.
  • häufiges Händewaschen gerade während der Hauptsaison von Erkältungen
  • Viel trinken und für ausreichend gelüftete Wohnräume sorgen.

Bei Unsicherheit und im Notfall bitte immer mit dem Kinderarzt Rücksprache halten!

Ich wünsche Euch einen Erkältungsfreien Herbst!

Liebe Grüße

 

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