Im Herbst beginnt die Kürbiszeit

Der Herbst ist bekannt dafür, dass alles um uns herum an Farbe gewinnt; die von den Bäumen fallenden Blätter, aber auch die Kürbisse, die am Straßenrand und in den Supermärkten zum Verkauf stehen. Aber woher kommt diese schöne Frucht eigentlich und was können wir mit ihr alles machen? Interessant zu wissen ist bestimmt auch, dass zum Beispiel der Garten-Kürbis in Mexiko und im Süden der USA domestiziert wurde, der Moschus-Kürbis in Zentral-Amerika und der Riesen-Kürbis in Südamerika.

Persönlich konnte ich mir immer nie vorstellen irgendwas mit Kürbis zu essen, doch seit dem Kürbiscappuchino an Opa´s 70. bin ich hellauf begeistert von der leckeren Frucht und freue mich schon immer wieder auf die Kürbiszeit :-). Und um mir das Warten angenehmer zu machen, knabber ich solang die Körner von Mama´s Kürbiskernsemmel ;-).

Doch nicht nur zum Verzehr wird der Kürbis hergenommen. Mittlerweile ist es fast in jedem Haushalt gang und gäbe, an Halloween gruselige Fratzen zu schneiden und dann mit Kerzen die orangenen Gesichter zu beleuchten. Es gibt sogar schon professionelle Kürbis-Schnitzwerkzeuge zu kaufen.

Ich habe euch eine kleine Anleitung erstellt, wie ihr am besten einen Kürbis schnitzt, denn inzwischen bin ich Kürbisschnitzprofi ;-).

Wie schnitze ich meine Gruselfigur?

Als allererstes benötigt ihr einen schönen (wobei, wenn er hässlich ist, wird die Figur umso gruseliger…) Kürbis, den gibt´s im Supermarkt, beim Gemüsehändler oder wie bei uns in den Dörfern am Straßenrand zur Selbstbedienung (bitte hier das zahlen nicht vergessen 😉 ) Kürbis gefunden? Schön, dann schneidet ihr ein großes Loch mit dem Messer oben in den Kürbis. Macht das Loch so groß, dass ihr das Fruchtfleisch bequem mit einem Löffel aushöhlen könnt. Tipp: Beim Schneiden des Deckels das Messer leicht schräg zur Mitte halten. So entsteht ein guter „Propfen“, der nicht ins Innere fallen kann. Das Fruchtfleisch könnt ihr aufheben und für unsere tollen Rezepte verwenden, allerdings nicht, wenn es sich bei eurer Frucht um einen Zierkürbis handelt. Solltet ihr dann fertig sein mit aushöhlen, schneidet ihr nach Lust und Laune Augen, Nase, Mund und Co in das Gesicht. Hier sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Fertig? Dann nur noch ein Teelicht hinein stellen und ab vor die Haustüre damit. Nun erfüllt er seinen Gruselfaktor ganz von allein ;-). Passt aber bitte auf mit den brennenden Kerzen!

 

Tolle Rezepte zum Verzehr…

Ich habe euch meine Favoriten rausgesucht und so ein komplettes Kürbismenü zusammengestellt. Erstaunlich toll, was man mit den Dingern alles machen kann ;-).

Kürbiscappuchino

600 g Kürbis, 900 ml Gemüsefond, 2 kleine Zwiebeln, 150 g Sahne, Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Olivenöl, 50 g Gorgonzola, 200 g Sahne

Den Kürbis schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebeln fein würfeln und in Olivenöl anschwitzen. Kürbiswürfel dazugeben. Mit dem Gemüsefond und der Sahne aufgießen, zum Kochen bringen und 30 Minuten kochen lassen.
Die Suppe abschmecken und pürieren. Falls die Konsistenz zu dünn ist, mit kalter Butter montieren. Falls sie zu dick ist, mit mehr Brühe aufgießen.
Die Sahne mit einer Prise Zucker halbsteif schlagen. Den Gorgonzola durch ein feines Sieb streichen und in die Sahne geben. Jetzt die Sahne fertig steif schlagen. Die Suppe in Tassen geben, einen Klecks der Sahne darauf geben und etwas Keksbrösel verteilen. Einige Tropfen Olivenöl darüber träufeln. Sofort servieren.

Kürbislasagne

800g Kürbis, z.B. Hokkaido, 2 Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 10 in Öl eingelegte Tomaten, 350 ml Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, 1 EL Butter und Butter für die Form, 1 EL Mehl, 250 ml Milch, ger. Muskatnuss, 16 Lasagne-Platten (ohne Vorkochen), 150g ger. Käse

Ofen auf 200 Grad aufheizen. Kürbis waschen, halbieren, entkernen. Zwiebeln und Knoblauch schälen. Tomaten abtropfen lassen und dabei das Öl auffangen. Alles grob würfeln. 2 EL Tomatenöl in einer grossen Pfanne erhitzen. Vorbereitete Zutaten darin kurz andünsten, mit 150ml Brühe ablöschen. 4 Minuten köcheln lassen, salzen und pfeffern.

Für die Sauce Butter zerlassen. Mehl einrühren, anrösten. Milch dazugiessen, 10 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Auflaufform einfetten. Abwechselnd Lasgne-Platten und Gemüse einschichten. Mit Nudeln abschließen. Restliche Brühe angießen, Sauce auf der Oberfläche verteilen. Den geriebenen Käse darüber streuen. Im Ofen bei 200 Grad etwa 30 Minuten backen.

Kürbiskompott im Vanillerand

1/2 l Milch, 125 g Milchreis, 500 g Kürbisfleisch ohne Schale, 1 Vanilleschote, 2 Eigelb, 50 g Zucker, Schale von 1 Zitrone (unbehandelt), 250 g Creme fraiche, 5 Blatt Gelatine, 0,1 l Weißwein, 5 EL Grafschafter Karamell, 4 cl Orangenlikör (Grand Marnier), 3 El Pinienkerne

Die Milch mit dem Reis in einen Topf geben. Vanilleschoten aufschlitzen, das Mark auskratzen und mit der Vanilleschote und der Zitronenschale dazugeben. Langsam aufkochen und 35-40 Minuten zugedeckt bei milder Hitze aufquellen lassen. Vanilleschote und Zitronenschale herausnehmen und wegwerfen. Die Eigelbe mit dem Zucker zu einer hellgelben, cremigen Masse aufschlagen, die Creme fraiche unterrühren. Die Gelatine 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und mit der Eiercreme unter den Reis heben. Die Masse in eine kalt ausgegespülte Ringform (1l Inhalt) füllen, glattstreichen und für ca. 2 Stunden kaltstellen. Inzwischen den Kürbis würfeln und in einen Topf geben. Weißwein, Karamell und Orangenlikör dazugeben, aufkochen. 10 Minuten köcheln, dann abkühlen lassen. Die Pinienkerne in einer trockenen, beschichteten Pfanne hellbraun rösten und untermischen. Den Reis aus der Form auf eine Platte stürzen und das Kürbiskompott in die Mitte geben.

So könnt ihr ein tolles Menü zaubern, komplett mit Kürbis! Würde mich freuen wenn ihr mir euer Feedback und vielleicht Bilder vom Nachkochen und auch vom Schnitzen zuschickt…

Liebe Grüße Betti