Toxoplasmose

Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die durch winzige, einzellige Erreger Parasiten, die ohne Laboranalyse nicht zu erkennen sind hervorgerufen wird.

Experten schätzen, dass etwa die Hälfte aller Deutschen schon mal eine Infektion mit Toxoplasmose durchgemacht haben. In den meisten Fällen haben die Betroffenen grippeähnliche Symptome wie mäßiges Fieber, leichte Lymphknotenschwellungen, Müdigkeit, Durchfall und Muskel- bzw. Gelenkschmerzen. Daher bleibt die Krankheit meist unbemerkt.

Auch wenn diese Infektion unbemerkt bleibt, das Immunsystem ist alarmiert und bildet Antikörper, die für den Rest des Lebens vor einer erneuten Infektion schützen. So ist auch das Bay einer Schwangeren geschützt, die bereits einmal eine Infektion durchgemacht hat.

Gefährlich wird es allerdings für das Ungeborene, wenn die werdende Mutter mit dem Erreger zum ersten Mal infiziert wird. Die Toxoplasmose-Erreger gelangen in den Kreislauf des Ungeborenen, der noch kein funktionsfähiges Immunsystem hat.

Inwieweit der Erreger gefährlich ist, ist etwas umstritten. Mediziner sagen, dass sowohl körperliche, als auch geistige Behinderungen die Folge sein können. Bereits vorhandene Organe, insbesondere Gehirn und Augen können dadurch geschädigt werden. Und sie können auch eine Fehlgeburt auslösen.

Andere wiederum behaupten, dass ab der 16. Schwangerschaftswoche keine Fehlbildungen mehr befürchtet werden müssen. Allerdings werden hier Augenschäden sowie bei schwerem Verlauf eine Fehlgeburt auch nicht ausgeschlossen.

Einig sind sich aber alle, dass mögliche Folgeschäden nicht sofort auftreten müssen, sonder auch erst nach Monaten oder sogar Jahren auftreten können.

Diese gefährlichen Erreger treten sehr häufig bei Fleisch von Schweinen oder Schafen im rohen oder rosa gebratenen Zustand auf. Deshalb ist es wichtig, dass das Fleisch immer „durch“ gebraten ist und man vor allem in der Schwangerschaft so wenig wie möglich Rohwurst wie z. B. Mettwurst, Salami,… usw. isst.

Der Erreger wird auch durch Katzen übertragen. Hierbei sind freilaufende Katzen, die draußen jagen wesentlich häufiger Überträger als Hauskatzen. Hauskatzen, die mit Fertignahrung gefüttert werden und somit kein rohes Fleisch bekommen, sind sehr selten Überträger.

Ist man sich nicht sicher, ob die eigene Katze damit infiziert ist, kann man bei einer Untersuchung beim Tierarzt sehr leicht feststellen. Eine Impfung für die Katze gibt es leider nicht. Auch ihr selbst könnt euer Blut auf Antikörper untersuchen lassen.

Werden bei der Untersuchung nämlich keine Antikörper gefunden, so sollte man auf den Genuss von rohem oder halbrohem Fleisch verzichten, die Katze untersuchen lassen, nach jedem Kontakt mit der Katze die Hände waschen, Katze mit Fertigfutter füttern, die Reinigung der Katzentoilette anderen überlassen, bei der Zubereitung von Fleisch auf jeden Fall Handschuhe tragen, bei der Gartenarbeit Handschuhe tragen und Gemüse, Salate bzw. Obst aus dem Freilandanbau sehr gründlich waschen, oder am Besten auf rohes Gemüse, bzw. Obst verzichten.

Sollte es dennoch in der Schwangerschaft zu einer Infektion kommen, so kann die Infektion mit geeignetem Antibiotika behandelt werden.

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