6 Arten von Wehen

Wehe ist nicht gleich Wehe. Als Wehe bezeichnet man Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur. Bei diesen Kontraktionen zieht sich die Gebärmuttermuskulatur zusammen und wird hart. Aber nicht jedes Hartwerden des Bauches ist ein Zeichen dafür, dass die Geburt beginnt. Deshalb gibt es auch 6 Arten von Wehen.

Die Schwangerschaftswehen, auch „Vorwehen“ genannt, trainieren die Muskulatur der Gebärmutter. Diese Vorwehen sind allerdings so leicht, dass die Schwangere diese nicht als schmerzhaft empfindet. Sollten allerdings Bauch- oder Kreuzschmerzen auftreten, muss sofort der Arzt verständigt werden, da dies Anzeichen für eine drohende Fehl- oder Frühgeburt sein können.

Senkwehen treten erst etwa sechs bis acht Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin auf. Diese beginnen mit einem leichten Ziehen im Kreuz. Durch die Senkwehen wird das Kind mit dem Kopf voraus nach unten in das Becken geschoben. Deshalb senkt sich dann auch der Bauch. Senkwehen kommen in unregelmäßigen Abständen und hören auch bald wieder auf.

Mit den Eröffnungswehen kommen wir der Geburt schon ein ganzes Stück näher. Dabei zieht sich die Gebärmutter rhythmisch zusammen, bis der Muttermund auf etwa 10 cm erweitert ist. Eröffnungswehen treten in regelmäßigen Abständen auf und verkürzen sich allmählich. Ist der Abstand zwischen zwei Wehen nur noch 10 bis 15 Minuten, so sollte die Schwangere in die Klinik gefahren werden.

Die stärksten Wehen sind die Presswehen. Eine Presswehe dauert ungefähr 45 Sekunden und tritt meist eine halbe Stunde bis Stunde vor der Geburt auf. Durch eine Presswehe verspürt die Schwangere unglaublichen Drang mitzupressen. Bei einer Erstgebärenden ist der Kopf des Kindes meist nach 10 Presswehen da. Bei der zweiten Geburt ist das Köpfchen meist schon nach zwei bis drei Presswehen da.

Ungefähr eine halbe Stunde nach der Geburt treten meist die Nachgeburtswehen auf. Dabei wird durch zwei bis drei Wehen die Plazenta abgestoßen. Dabei empfindet die frischgebackene Mutter jedoch keine Schmerzen.

Die Nachwehen sind in den Tagen nach der Geburt zu spüren. Sie sorgen dafür, dass sich die Gefäße, an der Stelle, an der die Plazenta gesessen hat verschließen und die Gebärmutter sich zurückbildet. Durch eine ausgiebige Geburtsvorbereitung und dem Wissen, dass es gewisse Mittel gibt, kann man die Schmerzen wirksam lindern.

Wie habt ihr die Wehen empfunden? War es für euch sehr schmerzhaft?

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