Baby-Akne – eine ungefährliche Hauterkrankung

Die Haut von Babys ist zwar wunderbar zart und weich, jedoch auch 5x dünner als die eines Erwachsenen und dadurch natürlich auch viel empfindlicher. Vor allem in den ersten Wochen nach der Geburt sind Babys sehr anfällig für Hautprobleme wie Baby- bzw. Neugeborenenakne, Milchschorf, Blutschwämme oder Neurodermitis.

Wodurch wird Baby-Akne ausgelöst?

Das Baby macht gerade in den ersten Wochen seines Lebens viele Veränderungen durch und muss mit vielen Umstellungen und Veränderungen zurechtkommen. In den letzten Wochen der Schwangerschaft erhalten Babys über die Nabelschnur noch sehr viele Hormone der Mutter, die die Entwicklung der Lungen und des Immunsystems positiv beeinflussen. Einige dieser Hormone stimulieren jedoch zusätzlich auch die Talgdrüsen, die dann nach der Geburt mit für die Baby-Akne verantwortlich sein können.

Nach der Geburt muss das Baby dann alleine und ohne die Unterstützung der mütterlichen Hormone klarkommen, was eine starke Belastung für den Organismus darstellt. Die Reaktion auf diese Hormonumstellung zeigt sich dann, wie übrigens auch in der Pubertät, oftmals auf der Haut.

Symptome der Baby-Akne

Die Symptome der Baby-Akne treten meist gegen Ende des ersten Lebensmonats auf. Zur Theorie, dass Jungs häufiger an Baby-Akne leiden als Mädchen gibt es im Übrigen keine wissenschaftlichen Befunde.

Das Baby zeigt dann erkennbare rote Pusteln, Pickelchen oder Mitesser im Gesichtsbereich. Hauptsächlich sind diese Pusteln im Bereich der T-Zone zwischen Stirn, Kinn und Wangen zu finden und in der Regel ungefährlich. Breiten sie sich jedoch auch auf den restlichen Körper aus, oder sind mit Eiter gefüllt sollte zur weiteren Behandlung ein Kinderarzt herangezogen werden.

Hautirritationen können auch durch Hitzeentwicklung durch zu warme Kleidung oder Fieber, sowie Milch, Speichel oder unsachgemäße Körperpflege ausgelöst werden bzw. die bereits vorhandenen Symptome noch verstärken.

Behandlung der Baby-Akne

Baby-Akne ist für Babys zumeist ungefährlich und stellt lediglich eine optische Beeinträchtigung dar. Das Baby hat durch diese Hautirritationen im Normalfall auch keine Schmerzen. In den meisten Fällen klingt die Baby-Akne nach etwa vier bis sechs Wochen von allein wieder ab. Dennoch sollten einige Tipps und Hinweise beachtet werden, um die Baby-Akne in den Griff zu bekommen.

Die Pusteln und Pickel dürfen auf keinen Fall ausgedrückt werden, denn dadurch können sie sich entzünden. Ebenso sollten die Fingernägel des Babys kurz geschnitten bzw. Fäustlinge angezogen werden, damit es sich selbst nicht kratzen kann.

Baby-Akne wird nicht durch mangelnde Hygiene oder Staub ausgelöst. Daher ist auch zu häufiges Waschen oder Schrubben sowie eine übermäßige Pflege mit Ölen oder Cremes nicht empfehlenswert. Dadurch wird die Haut noch mehr gereizt und Hautirritationen treten verstärkt auf. Pflegecremes sollten daher sparsam verwendet werden und auf ihre Pflegeeigenschaften und Hautverträglichkeit geprüft werden. Besonders verträglich sind Cremes, die ohne Parfum und Konservierungsstoffe auskommen und mit dem daab- oder DHA-Logo ausgezeichnet sind.

Die Haut des Babys muss atmen und braucht daher viel frische Luft. Diese wirkt sich in vielen Fällen positiv auf die Hautoptik aus und stärkt zudem noch das Immunsystem und die Knochen. Die Kleidung muss jedoch an das jeweilige Wetter angepasst sein. Im Sommer schützt locker anliegende Kleidung vor zu großer Hitze und Schwitzen.

Als Unterlage fürs Babyköpfchen sollte eine Mullwindel verwendet werden. Diese kann in die Kochwäsche und garantiert durch Temperaturen über 60 Grad, dass Reste von Speichel und Milch entfernt werden. Ähnlich wie bei Cremes sollte auch beim Waschmittel darauf geachtet werden, dass unparfümierte Mittel verwendet werden, um die Babyhaut zu schonen.

Hebammen empfehlen zudem etwas Muttermilch auf die betroffenen Stellen zu tupfen, da diese antibakteriell wirkt. Auch auf ein Mulltuch oder einen Waschlappen gegebener abgekochter und abgekühlter Stiefmütterchentee soll gegen die Symptome helfen.

Ansonsten ist einfach viel Geduld und vor allem Ruhe für die Haut gefragt, damit diese sich selbst heilen kann.