Dammmassage

Bitte nicht erschrecken, das hört sich schlimmer an, als es in Wirklichkeit ist.

Eine regelmäßige Dammmassage ist eine gute Vorbereitung auf die eigentliche Geburt. Mit einer Dammmassage beginnt man in der Regel in der 34. Schwangerschaftswoche, jedoch spricht nichts dagegen, wenn man in der 24. Schwangerschaftswoche schon damit anfängt.

Als Damm wird der Bereich zwischen Vagina und Anus bezeichnet. Während der Geburt muss der Damm dem starken Druck des kindlichen Kopfes standhalten. Bei dieser starken Belastung ist das Risiko eines Dammschnittes oder -risses sehr groß. Natürlich kann man diesem Risiko nicht entkommen, jedoch kann man einem Dammschnitt oder – riss vorbeugen, indem man das Gewebe bereits vor der Entbindung durch Massagen weich und dehnbar macht.

Durch die Dammmassage sollt ihr lernen mit dem Druck umzugehen, den der Kopf eures Babys bei der Geburt auf euren Damm ausübt. Dadurch, dass die Durchblutung angeregt wird, wird der Damm deutlich weicher und elastischer. Durch die Massage lernt ihr, wie ihr euren Beckenboden trotz des großen Drucks entspannt. Ein entspannter Beckenboden kann sich bei der Geburt besser öffnen.

Bei einer Dammmassage wird der Dammbereich ca. 5 bis 10 Minuten gedehnt bzw. massiert. Damit der Dammbereich weicher ist und sich somit besser massieren lässt, empfiehlt sich, zuerst ein Voll- oder Sitzbad zu nehmen. Danach solltet ihr euch genügend Zeit für euch nehmen. Für die Massage verwendet ihr am besten etwas Öl. Hierfür eignet sich spezielles Damm-Massage-Öl, Mandelöl, Sonnenblumenöl,…. . Das Öl wir auf die Fingerspitzen geträufelt, anschließend führt ihr die Daumenspitzen in die Scheide ein.

Jetzt wird der innere und der äußere Dammbereich massiert. Dadurch wird das Gewebe mehr durchblutet und lässt sich leichter dehnen. Ihr könnt den Druck langsam erhöhen und den ganzen Daumen einführen. Bei jedem Ausatmen könnt ihr mehr in Richtung Anus dehnen und den Damm ein wenig nach unten und außen wölben. Diese Massage und Dehnung könnt ihr einige Male wiederholen. Wichtig ist nur, dass ihr dabei keine Schmerzen habt.

Natürlich kann diese Massage auch euer Partner durchführen, damit er auch an der Vorbereitung für die Geburt teilnimmt. Bei dieser Partnermassage könnt ihr euch super entspannen und ganz auf euren Körper konzentrieren.

Falls ihr euch trotzdem unsicher seid, fragt einfach bei eurer Hebamme nach.

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