Blasensprung

 

Während der Schwangerschaft liegt das Baby in einer Fruchtblase. Diese Fruchtblase ist am Ende der Schwangerschaft mit ca. 1L Fruchtwasser gefüllt. Darunter befindet sich der Schleimpfropfen und der Muttermund. Wenn der Schleimpfropfen abgeht und der Muttermund sich öffnet, ist die Plazenta nicht mehr geschützt.

Durch den Druck des Babykopfes oder dem Einfluss der Muskeln der Mutter, kann die Blase springen.

Bei den meisten Frauen findet der Blasensprung während der Geburt gegen Ende des ersten Wehenstadiums statt. Einige Frauen haben den Blasensprung schon vor der Geburt. Entweder geht das Fruchtwasser tröpfchenweise oder schwallartig verloren.

Blasensprung, das bedeutet, dass das Fruchtwasser abgeht. Sobald der Blasensprung eintritt, sollte sich eine Frau auf den Weg ins Krankenhaus machen, da dieser den Geburtsbeginn einleitet.

Platzt die Fruchtblase einige Zeit vor dem errechneten Geburtstermin, so spricht man von einem vorzeitigen Blasensprung.

Das Fruchtwasser hat normalerweise eine klare, gelbliche Färbung und einen süßlichen Geruch. Grünes Fruchtwasser deutet darauf hin, dass das Kind einen vorübergehenden Sauerstoffmangel erlitten hat und dass sich Kindspech im Fruchtwasser befindet. Das passiert, wenn der errechnete Geburtstermin überschritten wurde und die Plazenta nicht mehr richtig arbeitet.

Je länger die Fruchtblase intakt ist, desto schonender verläuft die Geburt für Mutter und Kind. Durch das Fruchtwasser ist der Druck des Köpfchens nicht so groß. Das Kind kann den Kopf besser drehen und findet so den Weg leichter in den Geburtskanal. Außerdem werden durch das Fruchtwasser die Wehen etwas gedämpft und die Frau braucht weniger Schmerzmittel.

Früher hat man eine Geburt noch durch eine Fruchtblasensprengung eingeleitet. Heute jedoch nicht mehr, da die Infektionsgefahr für das Neugeborene so recht hoch ist und des zu Rissen am Muttermund kommen kann, wenn dieser noch nicht weit genug geöffnet ist. Ein Blasensprengung wird nur bei Ausnahmen vorgenommen.

Eine Sprengung der Fruchtblase ist nur dann sinnvoll, wenn die Geburt längere Zeit nicht vorangeht, Mutter und Kind aber schon sehr erschöpft sind, oder die Fruchtblase sich so sehr wölbt, dass der Pressdrang zu früh einsetzt. Die Fruchtblase wird dann mit dem sogenannten Blasensprenger aufgestochen. Bei dem Blasensprenger handelt es sich um einen Gummifingerling mit einem kleinen Häkchen daran. Das Aufstechen der Blase merkt man nicht, da die Fruchtblase selber keine Nerven hat. Danach werden die Wehen jedoch heftiger.

Wie war das bei euch, wann hattet ihr euren Blasensprung?