Schwangerschaftsbeschwerden

Übelkeit
Ca. 60% aller werdenden Mütter leiden in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft an Übelkeit. Zusätzliche Symptome sind oft ein sensibler Geruchssinn, verstärkter Speichelfluss oder Kreislaufprobleme.
Es gibt verschiedene Theorien darüber woher sie kommt, aber wirklich bewiesen ist nichts:

  • Das HCG-Hormon unterstützt das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut und verhindert die Periode am Anfang der Schwangerschaft
  • Unterbewusste Angst vor der Schwangerschaft
  • Bakterien (Bakterium Helicobacter pylori)

Meist verschwindet die Übelkeit nach drei Monaten, aber bei einigen Frauen bleibt sie länger bestehen. Diese Frauen nehmen dann oft zu wenig an Gewicht zu, was das Ungeborene gefährden kann. Sie sollten dann unbedingt mit Ihrem Arzt sprechen, der dann entsprechende Medikamente verabreichen kann.

Was kann helfen?

  • Gegen die Übelkeit hilft oft Vitamin B6.
    Vitamin B6 kommt in geringen Dosen in fast allen Lebensmitteln tierischer und pflanzlicher Herkunft vor. Leber, Hühner- und Schweinefleisch, Fisch, Kohl, grüne Bohnen, Linsen, Feldsalat, Vollkorngetreide, Weizenkeime, Nüsse, Hefe und Bananen sind sehr gute Quellen.
    Konzentrierte Präparate gibt’s in der Apotheke.
  • Abhilfe kann auch Cola, in kleinen Schlücken getrunken, schaffen.

In schlimmen Fällen hilft nur ein Medikament. Ihr Arzt wird Sie da am besten beraten können, was Sie bedenkenlos einnehmen dürfen.

Müdigkeit
Ihr Körper muss während dieser Zeit enormes leisten und das kostet Kraft. Gönnen Sie sich Ruhe wann immer es geht. Bei den meisten Frauen ist die Müdigkeit in den ersten drei Monaten am größten.

Verstopfung und Blähungen
Diese Beschwerden treten häufig auf, da die Organe, je größer das Baby wird, immer weniger Platz haben und „verdrängt“ werden. Dies führt dazu, dass der Darm träge wird und oft nicht mehr richtig arbeitet. Viel Trinken und ballaststoffreiche Ernährung, sowie Leinsamen oder Milchzucker regen die Darmtätigkeit zusätzlich an.

Sodbrennen
Die wachsende Gebärmutter drückt den Magen nach oben, was dazu führen kann, dass Magensäure in die Speiseröhre fließt. Besserung versprechen mehrere kleine Mahlzeiten am Tag, der Verzicht auf Kaffee, scharfe oder frittierte Lebensmittel und mindestens ½ Stunde sitzen bleiben nach dem Essen.

Krampfadern
Bestehende Krampfadern können sich verschlimmern und neue Krampfadern können entstehen. Langes Stehen unterstützt dieses Risiko noch, deshalb sollte es vermieden werden und die Beine sollten oft hochgelegt werden. Für Schwangere gibt es auch spezielle Stützstrumpfhosen.

Geschwollene Hände und Füße
Dieses Problem besteht meist erst die letzten Wochen der Schwangerschaft, da sich vermehrt Wasser im Gewebe einlagert. Auch hier hilft: Füße hochlegen so oft es geht und ein bisschen Fuß- und Fingergymnastik.