Krankenversicherung

Mit Kindern ist man definitiv öfter mal beim Arzt, deshalb sollte gut überlegt sein, wie und wo man sich krankenversichert. Bei uns in Deutschland gibt es drei verschiedene Varianten, die alle Vor- und Nachteile haben. Gerade wenn Nachwuchs geplant oder unterwegs ist, sollte man seine Krankenversicherung nach Kosten/Nutzen analysieren und entsprechend anpassen.


Gesetzliche Krankenversicherung

Für Familien ist diese Variante meistens die günstigste, da Kinder und nicht arbeitende Familienmitglieder keine Beiträge zahlen und dennoch die vollen Leistungen in Anspruch nehmen können.
(z.B. Der Vater ist gesetzlich krankenversichert und die Frau und die Kinder sind kostenlos mitversichert)


Gesetzliche Krankenversicherung mit privater Zusatzversicherung

Diese Zusatzversicherungen kann man ganz individuell auf seine Bedürfnisse abstimmen, je nachdem was einem wichtig ist. Chefarztbehandlung, Ein- oder Zweibettzimmer, freie Wahl der Klinik, Heilpraktiker, Zahnersatz oder Zahnbehandlung, usw.
Diese Versicherungen haben fast immer eine Wartezeit (ca. 8 – 10 Monate), d.h. sie muss schon vor einer bestehenden Schwangerschaft oder einem akuten Zahnproblem abgeschlossen sein, um in den Genuss dieser Vorzüge zu kommen.


Private Krankenversicherung

Bei den meisten privaten Krankenversicherungen muss auch während dem Mutterschutz und der Elternzeit jeden Monat der volle Beitrag bezahlt werden.
Natürlich bietet eine private Krankenversicherung auch Vorteile, da sie oft Therapien oder Medikamente bezahlen, die die gesetzliche ausschließt. Auch werden Privatpatienten oft beim Arzt zuvorkommender und schneller behandelt, da die Ärzte an deren Behandlung mehr verdienen.
Zwischen privat und gesetzlich wählen können Selbstständige, Freiberufler (mit Ausnahme von Künstlern und Landwirten), Beamte und Angestellte in beamtenähnlichen Verhältnissen.
Arbeitnehmer sind gesetzlich versichert, außer sie verdienen mindestens 47250 Euro brutto im Jahr, dann können auch sie wählen. Die Beiträge sind in der Regel bei einer privaten Krankenversicherung deutlich geringer, als bei der gesetzlichen. Allerdings sollte berücksichtigt werden, dass im Alter die Beiträge deutlich steigen und dann oft zwischen 600 -800 Euro pro Monat liegen.
Zurück in die Gesetzliche kann man dann nicht mehr. Wechseln ist nur wieder möglich, wenn das Bruttojahreseinkommen unter 47250 Euro fällt.