Eltern- und Kindergeld

Erwerbstätige Eltern, die ihr Berufsleben unterbrechen oder ihre Erwerbstätigkeit auf höchstens 30 Stunden wöchentlich reduzieren, erhalten zwölf Monate lang einen Einkommensersatz in Höhe von mindestens zwei Dritteln des vorherigen Nettoeinkommens, höchstens 1.800 Euro.

Zwei Partnermonate werden zusätzlich als Bonus gewährt, wenn auch der Partner wegen der Kindererziehung seine Erwerbstätigkeit einschränkt oder unterbricht.

Das Elterngeld erkennt die eigene Betreuungsleistung und Erziehung durch die Eltern an. Deshalb ist Eltern, die nicht voll erwerbstätig sind, ein Mindestbetrag in Höhe von 300 Euro garantiert, auch wenn vor der Geburt keine Erwerbstätigkeit bestanden hat.

Eltern mit kleinen Einkommen und Eltern von Geschwisterkindern, die in enger Folge geboren werden, werden besonders berücksichtigt.

Geringverdiener-Komponente:
Ist das Einkommen kleiner als 1.000 Euro netto monatlich, kann ein Einkommensersatz von bis zu 100 Prozent bezogen werden; der Prozentsatz wird gleitend erhöht. Für je 2 Euro unter der maßgeblichen Grenze steigt die Ersatzrate um 0,1 Prozentpunkte.

Geschwisterbonus:
Die Situation von Familien, in denen nach kurzer Zeit ein Geschwisterkind geboren wird, wird besonders berücksichtigt: Wird innerhalb von 24 Monaten ein weiteres Kind geboren, wird zusätzlich zum neuen Elterngeld die Hälfte der Differenz zum bisherigen Elterngeld gezahlt.
Aktuelle Informationen und Änderungen können Sie hier finden: www.elterngeld.net

Kindergeld

Kindergeld wird bei der zuständigen Familienkasse beantragt, d.h. in dem Bezirk in dem Sie wohnen. Es muss spätestens 6 Monate nach der Geburt mitsamt einer Geburtsurkunde beantragt werden.

Das Kindergeld wird einkommensunabhängig grundsätzlich als Steuervergütung gezahlt. In bestimmten Fällen erhalten nicht unbeschränkt steuerpflichtige Eltern das Kindergeld monatlich als Sozialleistung gezahlt.

Es ist nach der Zahl der Kinder gestaffelt und beträgt seit dem 1. Januar 2009:

  • für das erste und das zweite Kinde monatlich 164 Euro
  • für das dritte monatlich 170 Euro
  • für das vierte und weitere Kinder monatlich 195 Euro

Die Auszahlung des Kindergeldes erfolgt in der Regel durch die Familienkassen der Arbeitsämter. Sie erfolgt an denjenigen, in dessen Obhut sich das Kind befindet (z.B. bei Alleinerziehenden).
Kindergeld gibt es für alle Kinder bis zum 18. Lebensjahr. Für Kinder in Ausbildung verlängert sich der Bezug von Kindergeld bis zum 27. Lebensjahr, für Kinder ohne Arbeitsplatz bis zum 21. Lebensjahr. Wird in dieser Zeit der den Kindergeldbezug ausschließende Wehr- oder Zivildienst verrichtet, verlängert sich die obere Altersgrenze entsprechend. Für Kinder, die wegen ihrer Behinderung außerstande sind, sich selbst zu unterhalten, gibt es keine Altersgrenze.

Das Kindergeld für ein Kind über 18 Jahre entfällt grundsätzlich bei eigenem Kindeseinkommen von mehr als 7680 Euro im Jahr.

Steuerliche Entlastung bei der Kinderbetreuung

Zwei Drittel der tatsächlichen Kosten für Kinderbetreuung sollen Eltern, die beide berufstätig sind, in Zukunft ab dem ersten Euro steuerlich geltend machen können.

Familien, in denen nur ein Elternteil berufstätig ist, sollen ebenfalls zwei Drittel der Betreuungskosten für Kinder zwischen drei und sechs Jahren absetzen können.

Auch die Haushaltshilfe kann mit bis zu 2400 Euro pro Jahr abgesetzt werden, was bis jetzt nur möglich war, wenn beide Eltern berufstätig sind.

Die maximale Summe bei dieser Förderung soll 4000 Euro betragen.

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