Geburtsarten und Narkosemethoden

Viele Frauen wissen oft gar nicht, welche verschiedene Möglichkeiten es für Sie gibt ein Kind auf die Welt zu bringen. Hier erläutern wir einige verschiedene Geburtsarten.  Jede werdende Mutter muss aber für sich selber die Geburtsart wählen, bei der Sie sich am wohlsten fühlt.

Geburtsbett
Die wohl typischste Variante ist in jedem Krankenhaus möglich. Das Gebärbett kann in verschiedene Positionen gebracht werden, so dass die Gebärende sitzen oder liegen kann.
Sollte es zu Problemen während der Geburt kommen (z.B. Zangengeburt) ist es für den Arzt in dem Gebärbett am praktischsten.
Mama und Säugling dürfen in der Regel nach 5 – 6 Tagen nach Hause.

Kaiserschnitt
Ein geplanter Kaiserschnitt wird meistens 8 – 10 Tage vor dem errechneten Geburtstermin durchgeführt. Die werdende Mutter muss einen Tag vorher in die Klinik und wird dort nochmals gründlich untersucht und über die verschiedenen Narkosemethoden aufgeklärt.
In den meisten Kliniken darf der Papa bei dem Eingriff dabei sein, was für die Mutter meist eine große mentale Hilfe ist.
Die Narbe des Kaiserschnittes ist ca. 10 – 15 cm lang und verheilt in der Regel sehr gut.
Mama und Säugling dürfen nach ca. 10 Tagen nach Hause.

Wassergeburt
Die Wassergeburt bieten immer mehr Kliniken an. Sie findet in einer speziellen Wanne statt und das Wasser um Ihren Körper macht die Geburt für viele Frauen leichter und Sie kommen oft ohne Dammschnitt aus. Da Babys einen angeborenen „Tauch-Reflex“ besitzen und nicht versuchen unter Wasser Luft zu holen, stellt diese Geburt auch keine Gefahr für den Säugling dar.
Nachteilig wirkt sich allerdings aus, dass die Infektionsgefahr etwas höher ist als bei einer „Landgeburt“, das Personal den Blutverlust nicht so genau einschätzen kann und es zu Verzögerungen kommen kann, wenn Probleme auftreten.
Mama und Säugling dürfen in der Regel nach 5 – 6 Tagen nach Hause.

Maya-Hocker
Dieser Gebärhocker wird nicht in allen Kliniken angeboten. Für werdende Mütter mit einem großen Bewegungsdrang während der Wehen ist er besonders geeignet. Die typische Haltung während der Geburt ist hier sitzend, aber da vor dem Hocker eine weiche Matte gelegt wird, kann sich die Gebärende auch in den Vierfüßlerstand begeben. Beim Sitzen wird die Geburt durch die Schwerkraft unterstützt und der werdende Papa kann hinter der Mutter stehend eine große Hilfe für Sie sein.
Mama und Säugling dürfen in der Regel nach 5 – 6 Tagen nach Hause.

Narkosemethoden:

PDA (Periduralanästhesie)
Bei der PDA ist die Mutter bei vollem Bewusstsein, spürt aber nur wenig oder gar keine Schmerzen. Die Betäubung erfolgt durch einen Einstich in den knöchernen Kanal der Wirbelsäule. Das Mittel wird in eine Zwischenschicht gespritzt und muss erst durch die Rückenmarkshaut wandern. Es wirkt frühestens nach 15 Minuten und kann durch einen Katheder sehr effektiv und beliebig lange eingesetzt werden, ohne dass die Muskeln gelähmt sind. Eine Gebärende kann also trotz PDA bei den Presswehen auch mithelfen und pressen.

Spinal-Anästhesie
Prinzipiell gilt hier das Gleiche wie bei der PDA, allerdings wird die Spritze durch die Rückenmarkshaut gespritzt und je nach Menge, flaut die Betäubung nach ein bis 3 Stunden ab. Sollte sich die Geburt in die Länge ziehen, kann es für die Gebärende sehr unangenehm werden.

Vollnarkose
Eine Vollnarkose wird meist nur bei einem Notkaiserschnitt gemacht, da dann natürlich die Zeit fehlt, eine PDA zu setzen. Bis zur Abnabelung des Babys werden normalerweise nur Medikamente eingesetzt, die den Säugling nicht schädigen. Hierbei wird quasi der ganze Körper lahm gelegt, d.h. die Atmung, Schutzreflexe und die Temperaturregulation muss künstlich erfolgen (Beatmungsgerät ect.). Auch das Aufwachen aus einer Vollnarkose kann unangenehm sein.

Dammschnitt
Im Gegensatz zu früher, als die Ärzte fast schon obligatorisch in der letzten Geburtsphase einen Dammschnitt durchführten, versucht man heute weitgehend darauf zu verzichten. Er sollte nur noch durchgeführt werden, wenn die Herztöne des Babys langsamer werden, um die Geburt voranzutreiben oder um ein Einreißen des Damms zu verhindern.

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