Pubertät


Kennt Ihr das auch, alles ist doof, jeder nervt, alles ist so anstrengend (vor allem die Eltern, Schule und Lehrer). Das nennt man Pubertät. Zwischen 11 und 18 Jahren ist die Zeit, in der Mädchen und Jungen sich langsam zu Erwachsenen entwickeln. Dies ist meist sehr anstrengend für die Mitmenschen der Pubertierenden.

Jeden Tag verändert sich der Körper in der Pubertät ein bisschen mehr. Diese Phase ist natürlich auch für die Jugendlichen nicht einfach. Die Eltern und Kinder werden in dieser Zeit auf eine harte Probe gestellt. Von beiden Seiten wird es als sehr schwierig empfunden diese Phase zu bewältigen. Es herrscht eine Zeit der Wandlung und Neuorientierung. Nicht selten ist von der Harmonie, die zwischen Eltern und Kind herrschte nicht mehr viel zu spüren. In dieser Zeit wird sehr viel gestritten, diskutiert und provoziert.

Die Kinder sind in dieser Entwicklungsphase sehr aufmüpfig, testen ihre Grenzen aus, sind sehr sensibel, leicht reizbar, haben extreme Stimmungsschwankungen und es fließen oft Tränen etc. . Die Teenies kommen dank der besseren medizinischen Versorgung und der reichhaltigeren Ernährung immer früher in die Pubertät. Ob man dies allerdings gut finden soll, sei dahingestellt.

Weitere Gründe für die noch früher einsetzende Geschlechtsreife sind auch Übergewicht, Östrogen-ähnliche Stoffe in Lebensmitteln, Umweltgifte, hoher Fernseh- und Computerkonsum. Viele Jugendliche sind während der Pubertät sehr verunsichert und verzweifelt. Sie sind zwar keine Kinder mehr, aber können die Welt der Erwachsenen auch noch nicht so richtig begreifen. Es spielen in der Pubertät einige Faktoren zusammen, die es den Jugendlichen nicht leicht machen, wie z.B. die Gefühle spielen wegen der ersten Liebe verrückt, Unstimmigkeiten mit dem eigenen sich verändernden Körper, Essstörungen, Depressionen usw. .

Einige Jugendliche werden mit dieser Umstellung des Körpers nur sehr schwer fertig und haben sogar Suizidgedanken. Es gibt aber mit Sicherheit auch Jugendliche, denen man nicht so viel von dieser Phase anmerkt. Die Eltern können oft, die Handlungsweise der Kinder gar nicht nachvollziehen. Hier ist es wichtig, einfach eine gemeinsame, neue Basis zu finden.

Die Eltern müssen lernen inwieweit sie den Kindern Vertrauen können und sie kontrollieren müssen. Man sollte den Jugendlichen aber dennoch gewisse Grenzen aufzeigen, aber ihnen auch genug Freiheit lassen. Da die Jugendlichen auch starke Stimmungsschwankungen haben, kann das was gestern noch für gut und richtig empfunden wurde, heute schon wieder total schlecht und falsch sein. Hier sind auch die Eltern jeden Tag aufs Neue gefordert, ihrem Kind das nötige Verständnis und das passende Verhalten entgegen zu bringen.

Verständlicherweise klappt dies aber nicht immer gleich gut. In vielen Familien geht die Stimmung gleich gegen Null. Die Eltern fragen sich, ob sie an dieser Situation schuld sind, oder ob sie in der Erziehung etwas falsch gemacht haben. Oft kommt die Frage auf, ob man in der Erziehung strenger sein sollte, oder dem Kind doch mehr Freiheiten einräumen sollte. Aber es gibt hier kein Rezept. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Das heißt einfach nur, man muss auch durch diese Zeit durch. Egal wie. Auch Ihr werdet merken es läuft einen Tag besser und dann wieder einmal schlechter. Aber auch diese Zeit geht vorbei.

Habt Ihr schon Erfahrung mit Kindern in diesem Alter? Wenn ja, wie habt Ihr diese Zeit mit Euren Kindern erlebt?