Lernen – spielerisch und ohne Zwang

Kinder lernen so viel wie Eltern sie lassen

Der Lernprozess des Kindes beginnt bereits kurz nach der Geburt. Das Gehirn ist wie eine Festplatte noch fast „unbeschrieben“. Lediglich wenige Verschaltungen die zum Überleben in der ersten Lebensphase notwendig sind, haben sich gebildet. Alle neuen Erfahrungen müssen erst gelernt und im Gehirn abgespeichert werden. Kinder können in ihren ersten Jahren so viel lernen, weil das Gehirn in der Anfangsphase einen riesigen Überschuss von Verschaltungen für die unterschiedlichen Bereiche bildet. Allerdings bleiben später nur die Verknüpfungen erhalten, die auch wirklich genutzt werden, was auch erklärt das Kleinkinder im späteren Leben nie wieder so viel lernen.

Voraussetzungen zum Lernen

Neben der Bindungsfähigkeit spielt die seelische Stabilität zum Menschen eine wesentliche Rolle für ein erfolgreiches Lernen sowie die richtige Ernährung und Bewegung.
Eltern sind meist davon überzeugt, dass ihr Kind es nur zu etwas bringen kann, wenn es schon möglichst früh bestimmte Leistungen, wie Rechenaufgaben, Schreibübungen oder Sprachen erbringt. Jedoch um das erworbene Wissen auch richtig einordnen und nutzen zu können, muss der Sprössling die bis dahin gemachten Erfahrungen mit den Neuen auch in Beziehung setzen können. Sonst verlernt es die Erkenntnisse relativ schnell wieder.

Auf der einen Seite macht es natürlich stolz, wenn der Nachwuchs schon soviel in seinen jungen Jahren kann. Doch auf der anderen Seite raubt es dem Kind auch einen wichtigen Teil des Lebens. In der Zeit wo es lernt verpasst es andere Erfahrungen die Gleichaltrige machen.

Die Welt spielerisch entdecken

Spielerisches entdecken und erproben der Welt ist für Kinder genau das richtige zum kindlichen Lernen. Die Herausforderung für Eltern besteht also darin, ihrem Nachwuchs genügend Freiraum zu geben um mit Neugier und Freude beim Lernen zu bleiben.

Das erfordert natürlich Kreativität bei dir als Mutter oder Vater. Vom Frühjahr bis zum Spätherbst bieten sich viele Möglichkeiten mit den Kindern draußen an der frischen Luft zu sein. Spielplätze, Ausflüge zu Tierparks/Zoos, Kletterparks u. ä. Unternehmungen zu machen. Hier lernt der Nachwuchs nicht nur seine motorischen Fähigkeiten weiter auszubauen, sondern auch seine sensorischen. Auch für die Wintermonate gibt es eine Reihe von Möglichkeiten seine Sprösslinge bei Laune zu halten und gleichzeitig zu fördern. Basteln, Malen und Backen sind nur einige Beispiele. Auch Gesellschaftsspiele mit entsprechender Altersfreigabe sind spaßig und erfreuen die ganze Familie. Ich selber spiele heute noch gerne Spiele wie Scrabble oder Activity.

Wer was erlebt, der hat auch was zu erzählen. Und das kann nur geschehen, wenn Kinder Menschen als Gegenüber vor sich haben und keine Computer oder Fernseher. Die Aufgabe den Bewegungs-, Tast- und Gleichgewichtssinn zu trainieren kann glücklicherweise noch von keinem Computer übernommen werden. Abgesehen davon das es auch keine Mutter oder Vater ersetzt.