Eltern werden ist nicht schwer – aber Eltern sein schon?!

Paare, die sich für eine Familie entscheiden, tun Gutes. Geben aber im gleichen Atemzug eine „befreite“ Lebenssituation auf. Abschied nehmen von einem unbeschwerten und nahezu sorgenfreien Leben, kann schon weh tun…

Dass heißt jetzt aber nicht, dass der kommende Lebensabschnitt schlechter wird. Im Gegenteil, auf Dich/Euch wartet eine neue Herausforderung, die optimalerweise nur zusammen gut gemeistert werden kann, beide also am gleichen Strang ziehen.

Heutzutage werden viele Paare schon sehr jung zu Mama und Papa. Finde ich einerseits schön, weil ich mir früher auch lieber jüngere Eltern gewünscht hätte, die nicht so streng gewesen wären. Trotzdem habe ich meine Kindheit genossen und möchte sie auch nicht missen. Auf der anderen Seite wird es jungen Eltern an Lebenserfahrung fehlen, die sie noch gar nicht gemacht haben können. Prüfungen bestehen, eine Ausbildung absolvieren und einen festen Job haben. Aber mit der Geburt des Babys werden beide Elternteile ins kalte Wasser geworfen ohne wenn und aber und stehen wieder am Anfang.

Dann spielt es auch keine Rolle mehr ob Du Erfahrung im Babysitten hast oder Du schon mal stundenlang mit Deinen Nichten und Neffen durch den Tierpark gegangen bist, eigene Kinder zu bekommen und zu erziehen bedeutet etwas ganz anderes. Dein/Euer Alltag wird lebensfroher, aber vielleicht auch etwas stressiger, aber eher im positiven Sinne. 😉

Am wichtigsten ist es wohl, sich als Eltern zusammenzusetzen, um eine Art „gemeinsame Erziehungslinie“ zu finden, und diese dann nach der Geburt auch konsequent durchzuhalten.

Eine gemeinsame Strategie muss her, denn sonst wird man möglicherweise über kurz oder lang über Probleme mit seinem kleinen Kind stolpern, die man bei korrekter Absprache möglicherweise hätte verhindern können. Kindern merken schneller als einem lieb ist, welcher Elternteil was erlaubt und wie man Mutter und Vater herumbekommt, da bedarf es dringend einer einheitlichen Fahrlinie, um diese Klippen sicher zu umschiffen.

 

Alleinerziehende Eltern

Ein Fall der leider viel zu oft eintritt: alleinerziehende Mütter/Väter. Dabei können Kinder doch nichts dafür, wenn sich die Eltern nicht mehr lieb haben. Statistisch gesehen, weisen Kinder, die ohne den zweiten Elternteil aufwachsen, später mehr Sprachprobleme, Verständigungsprobleme, Minderwertigkeitsgefühle, schulische Leistungsprobleme oder Verhaltensstörungen auf. Die Auswirkungen können sich bis hin zu Problemen in späteren Beziehungen führen, die der Nachwuchs haben wird.

Ich kann mich glücklich schätzen, dass meine Eltern noch heute glückselig zusammen sind und ich die Erfahrung eines alleinerziehenden Elternteils nicht machen musste. Daher kann ich auch nur den frischgebackenen Eltern wünschen, dass sie lebenslang zusammen bleiben. Falls es doch zur Scheidung kommt, sollte fairerweise dem Kind von Anfang an reiner „Wein“ eingeschenkt werden. Damit sich beide Seiten abfinden und das Beste aus der Situation machen können.