Elternzeit – die wichtigsten Fakten!

Was ist Elternzeit?
Es gibt in Deutschland den gesetzlichen Anspruch auf einen Zeitraum mit unbezahlter Freistellung von seinem Job nach der Geburt eines Kindes.Dieser Freistellungszeitraum dauert maximal 3 Jahre und gilt sowohl für Mütter wie auch Väter. Man darf während der Elternzeit bis zu 30 Std. pro Woche in Teilzeit arbeiten.
Grundsätzlich muss man bei der Beantragung seinem Arbeitgeber verbindlich mitteilen, für welche Zeiten innerhalb von 2 Jahren Elternzeit genommen werden soll.

Die Elternzeit

Die Elternzeit - schön für Mama und Papa


Wann beantragt man Elternzeit?
Grundsätzlich sollte man spätestens 7 Wochen vor der Elternzeit den Antrag auf Elternzeit schriftlich bei seinem Arbeitgeber einreichen. Dabei gibt es einige wichtige Kleinigkeiten zu beachten: jede werdende Mutter genießt Kündigungsschutz ab dem Zeitpunkt, wo sie ihren Arbeitgeber von der Schwangerschaft in Kenntnis gesetzt hat.

Wenn Du als Mutter also die Elternzeit direkt nach dem Mutterschutz anschließen willst, ist es noch ausreichend, in der Woche nach der Geburt den Antrag auf Elternzeit bei Deinem Arbeitgeber einzureichen. Als Frau gelten ja erst die letzten 6 Wochen vor dem Geburtstermin und die ersten 8 Wochen nach der Geburt als Mutterschutz, so dass Du in Deiner ersten Woche nach der Geburt noch Zeit hättest, die Elternzeit rechtzeitig zu beantragen im Anschluss an den Mutterschutz.

Bei Vätern sieht die Sachlage ein wenig anders aus: Männer unterliegen erst gesetzlichem Kündigungsschutz in den letzten 8 Schwangerschaftswochen. Hast Du Dich als Vater sich mit Deiner Partnerin nun dahingehend geeinigt, dass Du als Mann die Elternzeit ab der Geburt beginnst, so solltest Du frühestens 8 Wochen vor, aber spätestens 7 Wochen dem errechneten Geburtstermin Deinem Arbeitgeber schriftlich mitteilen, dass Du gerne die Elternzeit nach der Geburt antreten möchten. So kann Dein Arbeitgeber Dich nicht mehr „plötzlich“ kündigen, sobald er von Deinem Vorhaben erfährt. Die Zeitspanne ist natürlich recht kurz, aber man sollte sie auf gar keinen Fall aus den Augen verlieren!

Was muss noch beachtet werden bei der Elternzeit?

  • Du darfst in der Elternzeit arbeiten, und zwar bis zu 30 Std. wöchentlich. Musst es aber nicht.
  • Du hast Anspruch auf alten, nicht genommenen Urlaub. Dieser kann auch nach der Elternzeit angehängt werden.
  • Du darfst an Weiterbildungen teilnehmen, allerdings muss Dein Arbeitgeber Dich nicht finanziell unterstützen dabei.
  • Wer vor Ablauf der 3 Jahre Elternzeit ein weiteres Kind bekommt, kann die Elternzeit unterbrechen und nach Ablauf der Elternzeit für das neugeborene Kind dann dranhängen.

Generell ist es sicherlich ratsam, sich im Laufe der Schwangerschaft intensiv mit dem Thema Elternzeit zu befassen, es gibt zahlreiche Sachbücher zu dem Thema (immer aufpassen, dass man kein veraltetes Exemplar erwischt), Du kannst Dir aber auch die kostenlose Info-Broschüre „Elternzeit und Elterngeld“ beim Bundesfamilienministerium anfordern unter http://www.bmfsfj.de. Die Regelungen sind in Einzelfällen sicherlich recht komplex, da lohnt es sich als (werdendes) Elternpaar sicherlich, sich einmal näher damit zu befassen und ggf. Beratungsstellen oder Sachkundige zu dem Thema noch einmal zu befragen.