Auto-Kindersitze – mehr Sicherheit für Dein Kind

Die Gesundheit ihres Kindes liegt jedem Elternpaar am Herzen. Daher sollten alle (zukünftigen) Eltern auch darauf achten, wie sie ihr Kind transportieren im PKW.

KindersitzBei kleineren Kindern im Säuglings-, Baby- und Kleinkindalter ist eine hohe derzeitige korrekte Anschnallpflicht zu verzeichnen, aber je älter die Kinder sind, umso mehr Nachlässigkeit herrscht bei der richtigen Anschnallhilfe. Eine Stichprobe des ADAC Ende 2008 unter Kindergarten- und Schulkindern ergab immer noch eine bedenklich hohe Fehlerquote bei der Sicherheit der Kinder im PKW.

Bei Schulkindern wurden ungefähr ein Drittel der Schulkindern gar nicht korrekt in den jeweiligen Kindersitzen befördert, oder aber waren in ihrem Kindersitz nicht korrekt angeschnallt.

Bei Kindergartenkindern waren es immerhin noch sechs Prozent, die gar nicht oder nur mit dem Erwachsenengurt angeschnallt waren. Weiter 11 Prozent saßen zwar in einem korrekten Kindersitz, waren aber fehlerhaft angegurtet.

Wir haben für Euch die wichtigsten Infos und Tipps rund um Autositze für Kinder und Babys zusammengestellt:

  • Laut Gesetz ist man bei einer Mitnahme von Kindern bis zu einer Größe von 1,50m (oder alternativ 12 Jahren) verpflichtet, einen passenden Kindersitz für das Kind einzusetzen.
  • Kindersitze sollten amtlich geprüft sein und das amtliche Prüfsiegel tragen, diese Plakette ist entweder ein Aufkleber oder aber aufgenäht auf dem Kindersitz.
  • Seit April 2008 sind die Prüfziffern auf diesen Siegeln besonders wichtig, schauen Sie sich die mehrstellige Prüfnummer auf der Plakette besonders genau an: beginnen diese Prüfziffern mit 01 oder 02, so ist dieser Sitz mittlerweile nicht mehr geeignet und erlaubt für Ihr Kind, da er zu alt ist und den heutigen Sicherheitsnormen nicht mehr entspricht. Steht dort hingegen einen 03 oder 04 am Anfang der Nummernreihenfolge, so können Sie diesen Sitz auch gebraucht ruhig erwerben, er entspricht den heutigen Normvorschriften. Genauer gesagt handelt es sich dann um die europäischen Normvorschriften ECE R 44-04 oder ECE 44-03, nach denen dieser Kindersitz geprüft und zugelassen wurde. Der Sicherheit ihrer Kinder zuliebe sollten Eltern nur ein aktuell zulässiges Kindersitzmodell kaufen.
  • Sitzerhöher sind nicht verboten. Noch nicht. Aber sie werden auch nicht empfohlen vom ADAC, da solche Sitzschalen keine ausreichende Sicherheit bieten für das Kind: es fehlen bei einem Autounfall der Rumpfseitenschutz und der Kopfschutz völlig, so dass hier keine ausreichende Stabilität bei einem Aufprall für das Kind gegeben ist. Besser sind altersgerechte Kindersitze.
  • Die Stiftung Warentest hat nicht nur eine aktuelle Testreihe über Babysitze als Information und Kaufhilfe anzubieten, sondern man kann sich auch allgemein über die richtige Vorgehensweise beim Anschnallen des Sitzes informieren und im ADAC Kindersitz Berater wichtige Fragen und Antworten rund um das Thema nachlesen. Zudem ist es sicherlich sehr sinnvoll, sich das begleitende Video zum Kindersitz-Test 2010 auf der Seite einmal anzuschauen, bevor Ihr Euch aufmacht, um einen Kindersitz zu kaufen.
  • Übrigens noch ein Tipp für alle Eltern, die ihre Babyschale mit Baby lieber vorne auf dem Beifahrersitz anschnallen wollen: bitte achtet unbedingt darauf, dass es absolute Pflicht ist, vor einem solchen Transport den Beifahrer-Airbag zu deaktivieren! Im Falle eines Aufpralls wird sonst der Beifahrer-Airbag ausgelöst, durchbricht kopfseitig die Schale und kann so ihrem Baby erhebliche Kopfverletzungen beibringen.
  • Bitte achtet auch unbedingt auf richtiges Anschnallen! Jeder gute Babyschalenverkäufer oder Kindersitzverkäufer wird Euch sicherlich dabei behilflich sein und Euch zeigen, wie Ihr Euer Kind im Auto richtig sichern und was man falsch machen kann.